Auf der Suche nach Authentizität

Lennart ist Teil der German Roamers – einer Community von Fotografen auf Instagram, die Erlebnisse in der Natur und auf Reisen mit ihren Usern teilen. Ende November führte es ihn auf einen Roadtrip nach Island. Immer mit dabei: Die neue Gear S3 von Samsung.

Die Kampagne „Samsung x German Roamers Island Roadtrip“ zeigt, wie guter Social Media Kontent funktioniert. Grundlage dafür: Authentische Kommunikation zwischen Marke und Konsument. Doch wie funktioniert glaubwürdige Kommunikation?

Antworten dazu gibt es von Oliver Brügmann und Konrad Langer, Mitbegründer und Community Manager von visumate, auf der diesjährigen Re:publica in Berlin. In ihrer Veranstaltung „Mission Possible: Authentische Kommunikation im Web“ erläutern sie, was qualitativ hohe Inhalte ausmachen, wie sie entstehen und kommuniziert werden können.

„Wir kommunizieren über Pixel. Erfahren so Sachen von unserem Gegenüber. Ist es überhaupt möglich, so Authentizität zu erfahren?“, fragt Langer zum Auftakt der Veranstaltung. Die neue Kommunikationsstrategie lautet hier: Near Time Content. Nach Snapchat gibt es nun auch die live Stories via Instagram, die den schnelleren und persönlicheren Content an den User garantieren. Doch aufgepasst: Die Mischung macht’s. Gutes Storytelling macht Entertainment und Nutzwert aus. Und auch Langer warnt: „Storytelling kann viel ermöglichen, aber garantiert auf keinen Fall gesteigerte Relevanz und Authentizität!“

Abhilfe schaffen hierbei Algorithmen, die sich dem individuellen User-Verhalten anpassen und relevanten Content herausfiltern. Neben Aktualität, Likes und Kommentaren, sowie der Interaktion mit dem Account, soll in Zukunft auch eine Bilderkennungssoftware dabei helfen, für uns nützliche Informationen heraus zu suchen.

„Relevanz heißt, Wiedererkennbar zu sein“, so Langer. Wichtig ist hierbei die Einschätzung des Gegenübers. Was sind die Dinge, die ich in den Vordergrund stellen möchte? Was möchte ich ausblenden, um so mein Profil zu schärfen?
Auch Nachhaltigkeit und der Erwartungsaspekt spielen hierbei eine Rolle.
Doch das wohl wichtigste Instrument für authentische Kommunikation ist die Beziehung zum Konsumenten.

Stichwort: Influencer-Marketing. Oliver Brügmann erklärt: „Zuerst muss man eine Beziehung aufbauen um authentisch zu wirken. Influencer bauen Vertrauen zu ihren Followern auf und können so dann Marken besser kommunizieren.“ Neben Tonalität, muss auch die Konsistenz zwischen Unternehmen und Influencer stimmig sein. Das dies leider immer öfter misslingt, wird auch gezeigt:
Bekannte Influencerin, drei unterschiedliche Autohersteller in kürzester Zeit und ein nahezu identischer Text neben jedem Bild – Kein Einzelfall.
Es geht um Aufmerksamkeit. Und davon bitte so viel wie möglich. Immer mehr Unternehmen, Marken, Blogger und Influencer greifen daher auf Kooperationen zurück. Oft wird dabei jedoch eines vergessen:
„Viele Nutzer checken mehrere Plattformen und schauen sich drei bis fünf weitere Webseiten an, bevor sie sich entschließen ein Produkt zu kaufen. Ist die Botschaft immer eine andere, verliert auch die Marke an Konsistenz und Glaubwürdigkeit.“ Manchmal ist weniger eben mehr.

Foto: re:publica/Jan Zappner/ (cc by 2.0)

 

 

 

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