Broke in Italy – mit weniger zum Meer

Wer kennt es nicht? Das Gefühl, dass einen an einem Dienstagabend in der U-Bahn einholen kann, freitags an der Spree oder Sonntagvormittag im Club. Wir reden vom Fernweh. Das verzweifelte Verlangen nach einem Tapetenwechsel, nach frischem Wind. Wir alle brauchen ab und zu ein paar Tage in fremder Umgebung, einen neuen Stadtgeruch und eine andere Sprache, um neue Energie für den stressigen Arbeitsalltag zu tanken. Für alle rastlosen Studenten haben wir drei Spartipps für einen Kurzurlaub in Italien gesammelt und getestet:

  1. Reise

Für einen Spontantrip nach Norditalien muss nicht zwingend in ein teures Flugticket investiert werden – falls ihr den Luxus eines eigenen Autos genießt, ist es mit Sicherheit das angenehmere und günstigere Fortbewegungsmittel. Ihr seid nicht nur vor Ort viel flexibler und mobiler, Spritkosten und Fahrzeit lassen sich auch wunderbar durch alle Mitfahrer dividieren. Extra-Tipp: Lieber noch in Österreich volltanken: Der Sprit in Italien ist um einiges teurer. Für weniger gut ausgestattete Kurzurlauber empfehlen sich Busse oder Mitfahrgelegenheiten als perfekte Alternative. Internationale Zugtickets sind meist sehr teuer, schnell ausgebucht und schwierig umzubuchen. Reisebusse fahren für wenig Geld von Süddeutschland nach Italien – und halten auf ihrer Strecke auch in den kleineren Orten. Mitfahrgelegenheiten lassen sogar die spontansten Urlauber nicht im Stich: Bis zu 24 Stunden vor Abfahrt findet man günstige Angebote von netten Fahrern. Wir empfehlen mindestens 20 Minuten früher am Treffpunkt zu sein: Busse und Autos haben wenige angenehme, sehr begehrte Sitzplätze.

  1. Unterkunft

Wer die Sommermonate ausnutzt, ist besonders in Italien sehr flexibel. Die drückende Hitze in den Städten weicht nachts einer milden Brise, die es einem theoretisch erlaubt, sogar unter freiem Himmel zu schlafen. Euer Auto lässt sich außerdem ganz leicht zu einem heimlichen Schlafplatz umfunktionieren – aber nicht erwischen lassen! Apps wie Couchsurfing oder Booking.com schlagen euch kurzfristig Zimmer von Privatanbietern oder Hotelbesitzern vor, die entweder kostenfrei oder sehr günstig vermietet werden. Außerhalb der Altstädte und meist nur zehn bis 20 Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt werden die Unterkünfte deutlich billiger. Hier findet ihr täglich ein Zimmer unter 25 € die Nacht – WLAN, Parkplatz und ein kleines Frühstück inklusive.

  1. Essen

Für ein schmackhaftes, abwechslungsreiches und vor allem typisch italienisches Abendessen muss nicht das unverschämt überteuerte, hoteleigene Restaurant aufgesucht werden. Unser Spar-Tipp heißt – Trommelwirbel bitte – Supermarkt! Für gerade mal 1,80 € bekommt ihr an der Fleischtheke frisch aufgeschnittenen Belag: ob Mortadella,
Salami oder ausgefallene Salate – die Auswahl ist riesig. Wenn ihr weitere 30 bis 50 Cent investiert, bekommt ihr ein frisch gebackenes Brötchen dazu – und fertig ist das perfekte Frühstück. Auch Getränke sind im Supermarkt deutlich billiger zu erwerben. Wasserflaschen lassen sich in den meisten Bars, Restaurants und Geschäften kostenlos auffüllen. Wer abends keine Lust auf ein billiges Supermarkt-Picknick im Stadtzentrum hat, findet in den verwinkelten Seitengassen abseits der großen, touristischen Plätze viele kleine Pizzerien und Restaurants, die mit billigen Preisen punkten. Eine warme Mahlzeit am Tag sollte man sich schließlich auch im Urlaub leisten – und Pizza Funghi für 5,50 € kann man sich mal gönnen!

Foto: Lien Meerkatt, Lilian Engelhardt

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