Für immer vielleicht

Nicht jedes Märchen hat ein Happy-End. Und auch der Traumprinz ist nicht immer inklusive. Doch keine Sorge – an die große Liebe darf trotzdem weiter geglaubt werden

Alle Jahre wieder ist es soweit. Der Mai steht vor der Tür und mit ihm diverse Hochzeitsspecials, die an jedem Kiosk und in Zeitschriften zu finden sind. Für uns Deutsche ist der Mai der Hochzeitsmonat schlechthin. Warum das so ist? Vielleicht erhoffen sich viele Heiratswillige beim Anblick aufblühender Knospen, dass ebenso ihre Ehe große Blüte trägt? Wer weiß das schon.

Doch mal ehrlich: Ist Heiraten heutzutage nicht eigentlich ziemlich out? Cool ist, wer nein zum Ehering sagt. Und das nicht ohne Grund: Laut Statistik wird jede dritte Ehe geschieden. Die große Liebe zu finden, wird für viele immer unwahrscheinlicher. So hat sich das Beziehungsbild in den letzten Jahrzehnten ganz schön verschoben – nicht zuletzt wegen der sich wandelnden Rolle der Frau. Die moderne Emanze steht nämlich mit beiden Beinen fest im Arbeitsleben und setzt bei Kindererziehung und Partner auf Multitasking. Viele verbinden mit dem Eheleben gar Zwänge, Regeln und die alteingesessene Unterordnung vor dem männlichen Geschlecht, was ja mal so gar nicht mit der Lebensführung der Frau im 21. Jahrhundert einhergeht.

Aber wieso eigentlich nicht? Wer sagt, dass nicht auch die Ehe modern geworden ist? So wird heute nicht nur einmal geheiratet, sondern gleich ein zweites oder drittes Mal. Warum auch nicht? Wenn’s passt, dann passt’s. Und wenn nicht, dann muss halt die Scheidung her. Aber ist das so schlimm? In Zeiten von Patchwork-Familien, Homo-Ehen und Blitzhochzeiten sollte das Wort Scheidung wohl kein Problem mehr sein. Unsere Gesellschaft ist flexibler geworden, schnelllebiger, und da ist es nur natürlich, wenn sich auch das Prinzip der Ehe ändert.

Also keine Panik – die Ehe legt euch keine Fesseln an. Geflirtet werden darf trotzdem. Und wenn sich der frühere Prinz als Frosch entpuppt, dann wird eben weitergeküsst bis es passt.

 

Foto: Anabel

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