5 weibliche DJ’s die du kennen solltest Diese Künstlerinnen beweisen dass Auflegen keine männliche Disziplin ist.

Scrollt man durch die Top100-Listen bekannter Musikmagazine, wie DJmag, Groove oder Resident Advisor, fällt schnell auf: Die Szene ist (vorwiegend) männlich. Nur einige wenige weibliche Künstlerinnen schaffen es sich im Bereich elektronischer Musik einen Namen zu machen. Umso positiver werden einen diese fünf Frauen überraschen, die mit ihrem Sound zeigen, dass sie sich einen Platz in den Rankings verdient haben und ihren männlichen Kollegen weder technisch noch kreativ unterlegen sind. DJ’s have no gender.

Peggy Gou

Südkorea

Louis Vuitton lud sie zur Cruise Show ein und sie stahl allen die Schau. Peggy Gou, geboren in Südkorea, ist mit ihren 27 Jahren eine der vielversprechendsten Newcomerinnen. In der Club-Szene ist sie bereits seit längerem bekannt und wird neben ihrem unfehlbaren Stilgefühl natürlich für ihre Fähigkeiten an den Turntables gefeiert. In den vergangenen Monaten wurde sie dank zahlreicher Kollaborationen mit Luxuslabels auch einem breiteren Publikum bekannt. Ihre Sets sind wie ihr Style unverwechselbar, daher ist es nicht verwunderlich, dass Mix-Mag 2018 eine „Gou-mania“ verspricht.

Nina Kraviz

Russland

Sie ist die Königin unter den DJanes, auf sie ist Verlass. In sämtlichen internationalen DJ-Rankings wird sie gelistet und das seit Jahren. Sie produziert ihre Musik selbst und gründete 2014 ihr eigenes Label, das übersetzt „Trip“ heißt. Von Berlin über New York bis nach Island, hat die junge Künstlerin sich einen Namen in der männerdominierten Szene gemacht und spielt mit verschiedenen Techno-Genres wie Acid House, Tech Trance, Deep House, Electronica. Die größten Festivals kommen auch diesen Sommer nicht ohne den Sound von Nina Kraviz aus und das zu recht.

Lari Luke aka Larissa Rieß

Deutschland

Allround-Talente nennt man Menschen wie Larissa Riess. Ihre „Macht Liebe“-Sets sind keine klassischen Techno-Tracks, sondern eher dem Genre Trap/ House zuzuordnen und füllen aber vielleicht genau deshalb die Lücke zwischen Berlins abgeklärtem Techno und der sogenannten Dorf-Disko. Ensemblemitglied beim Neo Magazin Royal unter der Leitung von Jan Böhmermann, Radiomoderatorin, Gastschauspiel bei der Comedyserie Jerks und eine Rolle im Kinofilm Fack ju Göthe 3, an Larissa kommt man momentan nur schwer vorbei. Neben ihrem musikalischen Talent schätzen Fans vor allem ihre offene Art und selbstironischen Humor, die sie auf Instagram zum Besten gibt. Man kann sicher sein: Lari Luke füllt ohne Frage diesen Sommer noch einige Tanzflächen.

Lena Willikens

Deutschland

Für ihre Abschlussarbeit an der Kunstakademie entwarf die gebürtige Düsseldorferin einen kompletten Club und sie sagt über sich selbst, dass sie bereits im Studium die meisten Platten hatte und stets beliebte Ansprechpartnerin in Sachen Musik war. Bekannt ist Lena Willikens vielen Kölnern und Szenekennern als Resident-DJ des „Salon des Amateurs“. Mittlerweile ist Lena Willikens auch international gefragt und bespielt mit ihrem intelligenten Dance- und Electronic-Mix über die Grenzen Europas hinweg die Floors. Ihr nächster Gig führt sie zum renommierten Jazz-Musik-Festival nach Montreux, wer kann, sollte sich das nicht entgehen lassen.

The Black Madonna

USA

Der Erfolg hat lange auf sich warten lassen. Die im konservativen Kentucky aufgewachsene DJ, Produzentin und Bookerin, die auf den bürgerlicher Namen Marea Stamper hört, veröffentlichte ihre Sets bei Labels wie Hometaping Is Killing Music, Stripped & Chewed und Argot. In der Schule wurde sie gemobbt und fing an sich in die Musik zu flüchten. Letztes Jahr vier Gigs im Berghain/ Panorama Bar, Bildstrecken mit Wolfgang Tillmans und internationale Anerkennung belegen ihren späten, aber umso bedeutsameren Durchbruch. Der Sound von The Black Madonna ist tanzbarer als der andere Techno-Größen und man hört deutlich den klassischen House-Sound Chicagos, eine Mischung aus orchestraler Disco und treibenden, elektrischen Beats.

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