Mit Glitzer zur Selbstakzeptanz Eine Instagram-Künstlerin zeigt wie Body-Positivity entsteht

2016 zeigte die amerikanische Sports Illustrated erstmalig ein Model, das nicht Größe 34 trägt: Ashley Graham. Auch wenn das erfolgreiche Model noch zur Ausnahme gehört, springen immer mehr Marketingkampagnen und Modeschöpfer auf die Body-Positivity-Welle. Nach vielen Jahren des Heroinschicks und zero-size Models, hinterfragt die Modewelt nun ihre Ideale.

So wie die Instagram-Künstlerin Sara Shakeel, die mit ihren Photoshopkünsten eine Welle der Begeisterung im Internet auslöste. In einmaligen Collagen werden Dehnungsstreifen zu goldenen Verzierungen auf unseren Körpern gemacht. Mit viel Glitzer macht sie aus Dehnungsstreifen an Bäuchen und Oberschenkeln Kunstwerke. Vor ein paar Wochen bat sie ihre Follower, Bilder von ihren Dehnungsstreifen zu schicken. Tausende von Bilden kamen bei Shakeel an und wurden mit Glitzer und Sternen verschönert. Das Ergebnis ist bombastisch und lässt uns mit mehr Liebe auf unsere kleinen Narben blicken. „Ich habe mich noch nie so mächtig und befreit gefühlt, und war noch nie so stolz auf meine Dehnungsstreifen“, kommentierte eine junge Frau unter eines ihrer Bilder.

Neben den Dehnungsstreifen zeigt die pakistanische Künstlerin, Prominente, die sie mit Diamanten oder Blumen verfälscht oder Alltagsobjekte wie Zigaretten, die sie in surreale Gegenstände verwandelt. Die ehemalige Zahnarzthelferin hat mittlerweile knapp 300.000 Abonnenten und über 2.000 solcher Collagen erstellt. Dabei werden Pommes zu Diamanten, Fische schwimmen in Augen und Rihanna weint Glitzer.

Shakeel selbst schreibt zu ihrem Account, dass jedes Bild ein Stück Heilung für sie selbst bedeutet und sie hofft, dass diese Bilder das auch bei den Betrachtern ihrer Collagen bewirken können.

Hier geht es zum Account: https://www.instagram.com/sarashakeel/

 


Fotos: Sara Shakeel