CatDog, My little Pony und Co. Orange, lustig und ironisch. Das war der TV Kanal Nickelodeon in den 90ern

Gemacht für Kinder. Im Zentrum Cartoons mit ganz eigenen Charakteren. Kultfiguren, die zu Freund und Begleiter im Leben ihrer Zuschauer werden. Keine eitlen glänzenden Siegergestalten, sondern Figuren aus der Alltagswelt mit skurrilen Zügen. Sie haben ulkige Gesichter und Körper, und laufen durch eine Welt von Spaß und Freude.Wunderbare Lehrstücke fürs Leben, wo oberflächliche Werte nebensächlich werden. Lassen wir die wichtigsten Serien der Neunziger noch einmal Revue passieren. 

 

HEY ARNOLD

Arnold ist ein neunjähriger Junge, der bei seinen Großeltern lebt und mit seinen Freunden in den Straßen umherzieht. Sein überdimensionaler flachgedrückter Kopf erinnert an die Form eines Zeppelins, links und rechts mit einem Büschel gelber Haare dekoriert. Er wird deshalb auch der „Footballschädel“ genannt. Wilde Attacken erlebt er von Helga, die in Wahrheit aber in ihn verliebt ist. Sein Freundeskreis ist allumfassend. Jede Figur ist sehr eigen. Verschiedene Kulturen und Religionen treffen aufeinander. Dabei zeigen die Freunde, dass freundschaftliche Verbundenheit auch Toleranz bedeutet. Arnold erlebt große Abenteuer, von einer Jagd nach einem Monsterfisch, bis hin zu ernsteren Themen wie Krieg. Ein leichtes und sympathisches Lernpaket fürs Leben.

CATDOG

66 Folgen auf der Achterbahn. Zwei Brüder sind miteinander verwachsen. Halb Hund, halb Katze. Auch wenn sie denselben Körper teilen, könnten sie gegensätzlicher nicht sein. Während der Hund mit seiner Jagdspürnase riecht, will die Katze bei dem ganzen Zirkus nicht mitmachen. Die Katze gerät ständig in brenzlige Situationen. Jedes Mal muss der Hund sie retten. Gerade die „Schmuddel-Bande“, eine Hunde Verbrecherbande, macht es den beiden alles andere als leicht. Jedem Abenteuer lacht das CatDog-Team entgegen. Eine unzertrennliche Beziehung, die trotz aller Kontroverse lernt, schwierige Konflikte gemeinsam zu bewältigen.

AAAHH!! REAL MONSTERS

Ickis, Oblina und Krumm. Einer hat große Füße und Ohren. Die andere sieht aus wie eine Zuckerstange. Eine Kartoffel auf zwei kurzen Beinen ist auch mit dabei. Die drei jugendlichen Monster gehen zusammen in eine Trainingsakademie. Versteckt unter einer Müllhalde geht’s jeden Tag in die Monster Schule. Der Ort erinnert an Szenen aus dem Film Blade Runner. Dort lernen sie alles über das Erschrecken, gruselig Aussehen und wie man einen Schauder erregenden Auftritt hinlegt. Einen Menschen erschrecken bedeutet eine Portion Energie für die Monster. Dabei werden etwa Waffen, wie unfreundlicher Körpergeruch eingesetzt. Ihre Leistungen werden stets von The Gromble bewacht, ein strenger griesgrämiger Lehrer. Gegessen werden Müllreste und schleimige Eintöpfe. Die Angst der Menschen bedeutet für die Monster das blühende Leben.

RUGRATS


Rugrats steht für Teppichratten, Kleinkinder die noch auf dem Boden herumkriechen. Die Welt aus der Sicht der Babys. Dabei ist jeder Tag ein Abenteuer. Leider verstehen die Erwachsenen sie nicht. Zu gerne würden die Rugrats sie vor den bösen Clowns und den Geistern im Garten hinter dem Haus warnen. „Ein Baby muss tun, was ein Baby tun muss!“. Der furchtlose, haarlose Tommy Pickles und seine Babybande wissen immer wo eine Gefahr lauert und was zu tun bleibt. Zu der Bande gehören auch die Zwillinge Phil und Lil. Gesprochen wird nur zu zweit. Wenn einer den Satz beginnt, beendet ihn der andere. Auch Tommys gemeine 3-jährige Cousine Angelica ist erfinderisch. Ihr Hobby ist Babys ärgern und Puppen quälen. Dabei erleben sie allerlei Nervenkitzel, so auch als der ängstliche Chucky von einem Stinktier besprenkelt wird.

MY LITTLE PONY

Bei My Little Pony ansehen ist Freundschaft Magie. Denn jedes Pony hat einer Aufgabe nachzugehen und trotzdem als volles Teammitglied zu funktionieren. Als Einhorn, fliegendes Pony oder Pegasus-Pony im Meer. Sie kämpfen gegen Trolle und Hexen, um ihren Paradiesstaat zu bewahren. Die friedliebenden Pferde haben Jung und Alt als Fangemeinde. Innerhalb der deutschen Piratenpartei wurden Folgen sogar genutzt, um sich in Konfliktzeiten zwischen den Sitzungen zu beruhigen.